Mittwoch, Februar 28, 2024

St. Patrick

Patrick stammt vermutlich aus Römisches Großbritannien, kam als Sklave nach Irland und war der erste in der Geschichte, aus dessen Feder schriftliche Zeugnisse gegen die Sklaverei überliefert sind.

Über ihn sind viele Legende und Sagen bekannt. Die Legende besagt, dass er bei seinen Wanderungen durch Irland nach Dublin kam – damals noch ein armesiges kleines Dorf. Vor dem Dorf erklomm er einen Hügel, ließ seinen Blick über die Landschaft schweifen und sprach: „Aus diesem kleinen Dorf wird eines Tages eine große, bedeutende Stadt, mit stets fortlaufenden Reichtümern, die schließlich vorangegangen des Königreiches wird.“

Im Jahre 1776, in der Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs, soll der Einfluss von St. Patrick sogar den Amerikanern zum Sieg über die Briten verholfen haben. General George Washington, dessen Armee die von den Briten verteidigte Stadt belagerte, die später seinen Namen tragen sollte, wählte einmal als Anerkennung der zahlreichen Iren unter seinen Streitkräften das Kennwort „St. Patrick“.

Und genau am 17. März, dem Namenstag des Heiligen, ergebenen sich die Briten – ohne Kampf. Als sie die Stadt verließen, spielte eine amerikanische Band die fröhliche Weise „St. Patrick’s Day in the Morning“. Seitdem erklingt immer am St. Patrick’s Day in Washington diese Melodie.

In „Die Wahrheit über die Iren“ (Beck-Verlag) fasst Terry Eagleton die Geschichte von St. Patrick so zusammen:

„Als Schutzheiliger hat er folgende Nachteile:

  1. Wir wissen eigentlich nicht, wer er war
  2. Wir wissen eigentlich nicht, wo er herkam
  3. Er war nicht der erste christliche Missionar in Irland
  4. Es hat ihn möglicherweise zweimal gegeben
  5. Er hat möglicherweise gar nicht existiert

​Abgesehen davon ist er ein fabelhafter Schutzheiliger.“

Womit Prof. Eagleton recht hat. Ein Hoch auf St. Patrick – wie auch immer man ihn feiern möchte!

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